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Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Ursendung Die Entflohene (4/4) Robert de Saint-Loup Hörspiel nach dem Roman "La Fugitive" von Marcel Proust Übersetzung aus dem Französischen: Bernd Jürgen Fischer Hörspielbearbeitung: Manfred Hess, Hermann Kretzschmar Regie: Ulrich Lampen Mit Felix Goeser, Sebastian Blomberg, Elisa Schott u.a. Musik: Ensemble Modern Komposition: Hermann Kretzschmar Produktion: SWR/Deutschlandfunk 2022 Länge: ca. 49 Min Marcel Proust dechiffriert die Menschen als Leidende und Lächerliche im Maskenspiel ihres homo- wie heterosexuellen Begehrens. Die Belle Epoque dient dabei als gesellschaftliche Szenerie. Im letzten Teil des Hörspiels trifft Marcel seine alte Liebe Gilberte Swann wieder, die mittlerweile seinen Freund Robert de Saint Loup geheiratet hat. Bei einem Besuch auf deren Landsitz entpuppt sich das vermeintliche Eheglück als Chimäre. Marcel hingegen eröffnet sich die Chance auf ein ungeahntes Glück: die Erinnerung an seine Aufenthalte auf dem Lande sowie den Abschluss seiner Trauerarbeit um die durch einen Reitunfall gestorbene, mithin physisch wie geistig "entflohene" Albertine. Marcel Proust (1871-1922) entstammte einer wohlhabenden katholisch-jüdischen Familie. Sein Hauptwerk, den autofiktionalen Romanzyklus "À la recherche du temps perdu", schrieb er von 1908 bis zu seinem Tod. Die ersten vier Bücher dieses Meisterwerks modernen Erzählens machten noch zu Lebzeiten seinen literarischen Rang deutlich, die restlichen erschienen in bis heute diskutierten Ausgaben posthum. Die Entflohene (4/4) Hören 47:59Hören 47:59

Dienstag 22:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Horizonte

Von Afrika bis zum Mond Klangexpeditionen mit Ulrike Haage und Martina Eisenreich Von Franziska Stürz Die Pianistin und Komponistin Ulrike Haage war Keyboarderin der Band Rainbirds und erhielt 2003 als erste Frau den Deutschen Jazzpreis, Martina Eisenreich wurde 2018 als erste Frau mit dem deutschen Filmmusikpreis für ihre Musik zum Tatort "Waldlust" ausgezeichnet. Beide überschreiten mit ihrer Klangsprache die Grenzen der musikalischen Genres und widmen sich auch dem Hörspiel. Martina Eisenreichs 2019 uraufgeführte symphonische Dichtung "Tales of Rhythm" ist Nelson Mandela gewidmet und bezieht sich auf Gedichte aus Afrika. Ulrike Haage reiste nach Fukushima, um die Musik für Doris Dörries Film "Grüße aus Fukushima" zu schreiben und vertonte Ethel Adnans Gedicht "Funeral March for the first Cosmonaut" als Referenz an den Mondfahrer Yuri Gagarin. Franziska Stürz folgt den Spuren der beiden Komponistinnen.

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